Dienstberatung #2 | Wer bekommt wie viel? – Der Streit um Degression und Kappung

Shownotes

Was verbirgt sich eigentlich hinter Begriffen wie Degression und Kappung und warum sind sie für die Landwirtschaft in Brandenburg so wichtig?

In der zweiten Folge der „Dienstberatung“ sprechen wir über die Zukunft der EU-Agrarförderung und die Frage, ob Direktzahlungen für größere landwirtschaftliche Betriebe künftig gekürzt oder begrenzt werden sollten.

Wir klären, was Degression und Kappung konkret bedeuten, warum gerade die Brandenburger Agrarstruktur von solchen Regelungen betroffen wäre und welche Folgen sie für Betriebe, Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft haben könnten.

Außerdem schauen wir auf die politische Debatte: Welche Vorschläge stehen im Raum? Wie positioniert sich der Landesbauernverband Brandenburg? Und was bedeutet das alles am Ende für die Landwirtinnen und Landwirte im Land?

Eine neue Folge über Geld, Gerechtigkeit und die Frage, wie die europäische Agrarförderung künftig aussehen soll.

Kampagne "Degression und Kappung" Hier entlang

Transkript anzeigen

00:00:08: Ja hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zur zweiten Dienstberatung.

00:00:14: Ich bin Dustin, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und ich darf euch durch diesen Podcast führen.

00:00:19: Zuerst einmal möchte ich mich bei den ganzen positiven Nachrichten nach der ersten Folge bedanken.

00:00:24: das hat mich wirklich sehr gefreut.

00:00:27: Ich habe sowas ja vorher auch noch nicht gemacht und ich denke ja ich werde mit dem nächsten folgen mit Sicherheit etwas lockerer werden aber ich will gar nicht so lang schnacken.

00:00:35: im Vorfeld also herzlichen Willkommen.

00:00:37: Ulrich stelle dich doch einmal kurz vor

00:00:39: Das mache ich doch gerne.

00:00:41: Mein Name ist Ulrich Böhm, das hat ja Dustin gerade gesagt und ich habe Landwirtschaft studiert an der Humboldt-Universität in Berlin und arbeite seit einigen Jahren als Referent beim Landesbau und Verband für Agrarpolitik und alles was den Bereich Förderung betrifft.

00:00:58: Okay, so Uli ist quasi unser Ansprechpartner wenn es um die Agrarpolitik geht in der Geschäftsstelle.

00:01:03: Uli wir haben das große Thema Degression und Kappung vor uns.

00:01:07: Wir machen dazu aktuell eine kleine Instagram-Kampagne mit Bundestagsabgeordneten.

00:01:13: Und um das Verständnis für Degression & Kappungen zu schaffen Also des Verständnisses dass man es versteht und was es dort geht ja würde ich kurz bitten Bei Dekression und Kappen kommt man um die Gap nicht drum herum.

00:01:28: Was genau ist die GAP?

00:01:29: Für was steht die GAPP?

00:01:31: Ja, die Landwirtschaft oder die Politik arbeitet ja gerne mit Abkürzung und GAP ist auch eine Abkurzung und heißt gemeinsame Agrarpolitik Und die gibt es seit den sechzehr Jahren.

00:01:43: das bedeutet dass EU weit im Prinzip einheitliche Regeln aufgestellt werden Die von Schweden bis Rumänien von den kanarischen Inseln bis Litauen reichen und an die sich die Landwirte halten müssen.

00:02:01: Die GAP hat Ziele bestimmte, keine Politik ohne Ziele.

00:02:06: Und sie bedeuten Ernährungssovereinität, Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit, Einkommen für die Landwürde und auch günstige Preise für die Verbraucher.

00:02:17: Das sind so die ganz großen Hauptziele der GAP Und im Laufe der Jahre kamen dann noch weitere Ziele dazu, wie zum Beispiel Umweltpolitik.

00:02:27: Dass umweltschonender gewirtschaftet wird und es gab auch einige Umstellungen innerhalb der Gap.

00:02:33: Früher gab's direkt für die einzelnen Produkte, für die Tonner Getreide z.B.

00:02:38: Geld – das hat man irgendwann auf Flächenprämien auf die Projekter gezahlt werden.

00:02:45: Also es so in ganz groben Zügen ging.

00:02:51: Wenn ich Gab höre, komme ich jetzt aktuell an dem Thema Dekression und Kappung nicht vorbei.

00:02:56: Für was steht dann noch Dekoration und Kippung?

00:03:01: Die gemeinsame Agrarpolitik ist natürlich auch mit Geld ausgestattet aus dem EU-Haushalt.

00:03:07: die Nationalstaaten zahlen ja in den EU-Haus halt ein und dann kriegen sie ein bisschen davon wieder und ein Teil davon geht an die Landwirtschaft.

00:03:15: Und Kappung und Digression bedeutet, dass die Flächenzahlungen ab einem bestimmten Hektar oder einen bestimmten EU-Betrag stufenweise gekürzt werden.

00:03:28: Das ist die Diggression.

00:03:30: Und die KappUNG bedeutet das speziell jetzt in dem Fälle... Fall ab einhunderttausend Euro die Zahlung auf Null gesetzt werden.

00:03:40: Also da spielt denn die Größe entsprechende Rolle, nehmen wir an es gibt hundertfünfzig Euro pro Hektar dann wären das ja ungefähr siebenhundert Hektars ab wo die Kappung dann greifen würde wenn man die Dekoration mit einrechnet.

00:03:58: Das heißt also wenn ich dann Hundert und Zehntausend Euro bekomme Fördergeld?

00:04:04: Die Hundert zehn tausend würde man nicht bekommen.

00:04:07: Also ich habe zum Beispiel einen Anspruch für jetzt, wenn ich die Hundertfünfzig Hektar nehme, hätte z.B.

00:04:13: den Anspruch auch hundertfünftig Euro rein rechnerisch dann würde ich fünfzigtausend Euro nicht bekommen sondern nur die hunderttausende Euro.

00:04:22: und aber was?

00:04:24: was für ein Ziel verfolgt die EU da?

00:04:25: Geld zu sparen oder

00:04:29: Indirekt vielleicht, aber das Geld bleibt ja in dem Mitgliedstaat.

00:04:32: Es gibt für jeden Mitgliedsstaaten festes Budget und es wird auch nicht angetastet.

00:04:37: man möchte damit kleine Betriebe bevorteilen bzw große betriebe benachteiligen.

00:04:47: Hintergrund ist so wird es zumindest immer gesagt dass man außer landwirtschaftliche Investoren, das nicht attraktiv machen will in die Landwirtschaft einzusteigen.

00:04:57: So ist die politische Intention.

00:05:01: Wie

00:05:02: ist da die Einschätzung wohnenden kleine Betriebe wirklich davon profitieren am Ende?

00:05:07: Kleine Betrieben würden in dem Falle nicht unmittelbar profitieren sondern nur indirekt weil eben sie würden nicht unbedingt mehr Geld bekommen aber sie hätten natürlich Konkurrenz ausgeschaltet.

00:05:23: Allerdings muss man natürlich wissen, dass wir gerade in Brandenburg auch große Betriebe haben die Genossenschaften sind, die Mitglieder getragen sind wo überhaupt kein, sag ich mal Investor der nicht außer Landwirtschaft da ist, sage ich mal sich mit Herzblut engagiert für die Landwirtschaft.

00:05:44: und da trifft es denn einfach Strukturen die bei uns vorherrschen sind, die viel für die Wertschöpfung und den ländlichen Raum machen.

00:05:54: Und deswegen lehne ich, lehnt der Verband die Kapung und die Diggation auch

00:06:00: ab.".

00:06:00: Da über wieviel Prozent der Landwirtschaft in die Betriebe?

00:06:04: Also die da von starker Einbußen haben würden, spricht man da?

00:06:08: Die Zahl der Betriebel ist jetzt gar nicht so riesig!

00:06:12: Wir müssen es ja immer auf die Fläche... Trachten, weil dort wird ja gearbeitet und dort wird auch die Wertschöpfung findet da ja statt.

00:06:20: Und bei der Kapperung, die jetzt mal nur rausgreifen wären ungefähr die Hälfte der Brandenburger Fläche würde keine Zahlung mehr erhalten.

00:06:31: Das hätte dann zufolge ... Wahrscheinlich Mitarbeiterentlassung?

00:06:36: Das

00:06:36: würde bedeuten, dass die Betriebe keinen Gewinn mehr machen.

00:06:40: Nicht mehr investieren können ihre Angestellten nicht mehr bezahlen können und das wird dafür den ländlichen Raum auch für das Engagement der Betrieber wenn irgendwo mein Sportverein unterstützt wird von solchen Betrieben.

00:06:54: Dass wer denn einfach nicht mehr machbar wäre nicht mehr denkbar.

00:06:58: Das würden sie einfach nicht überleben muss man ganz klar so sagen.

00:07:04: Du meinst jetzt gerade, dass die Brandenburger Betriebe ungefähr die Hälfte betroffen werden?

00:07:08: Das betrifft

00:07:14: nicht alle Bundesländer gleichermaßen.

00:07:16: Auch nicht alle EU-Mitgliedstaaten gleichermaße, weil wir in den einzelnen Bundesländern oder Mitgliedsstaaten auch sehr unterschiedliche Agrarstrukturen haben.

00:07:26: Also in Deutschland zum Beispiel liegt die durchschnittliche Betriebsgröße Ungefähr bei sixty-fünf Hektar.

00:07:33: In Brandenburg liegt sie bei ungefähr zweihundertvierzig Hektare.

00:07:38: Das hatte Saurischursachen, auch die Böden sind hier schlechter.

00:07:42: ich muss also quasi mehr Fläche bewirtschaften um das Leiche runterzuholen und hat natürlich eben wie gesagt auch Ostseiten der Wende seinen Ursprung.

00:07:53: Und in anderen Mitgliedstaaten liegt zum Beispiel die Durchschnittskröße nur bei fünf Hektar.

00:07:59: Und sodass diese groß-kleinen Diskussion eigentlich auch fehl am Platz ist, weil wovon redet man?

00:08:06: Man ist ein Betrieb groß und man ist da klein.

00:08:09: Und vielleicht noch immer dieser Vorwurf an die außerlandwirtschaftlichen Investoren... Das Geld von der EU bekommt ja nicht eine Einzelperson, das bekommt ihr Betrieb und der muss davon seine Aufwendung, seine Mitarbeiter bezahlen.

00:08:28: Muss Pachten bezahlen?

00:08:29: Muss Treibstoff bezahlen, muss Sackgut bezahlen.

00:08:32: also das ist ja nicht was einer sich eins zu eins eine einzelne Person in die Tasche

00:08:37: steckt.".

00:08:38: Du hattest es ja gerade schon mal angesprochen.

00:08:40: welche Argumente sprechen denn gegen Kappung und Degression für den Landesbauernverband?

00:08:45: Gegen die Dekression spricht einmal, dass unsere Agrarstruktur damit enorme Wettbewerbsnachteile hat gegenüber den anderen wo das nicht zutrifft.

00:08:57: Es würde extrem nachteilig sein für den ländlichen Raum und für die Beschäftigungssituationen.

00:09:04: Das hätte also wirklich Verwerfungen zur Folge, die für das Land, für die Agrar-Struktur, für den Ländlichenraum nicht gut

00:09:12: sind.".

00:09:13: Und ganz abgesehen davon, dass die Betriebe so nicht überlebensfähig wären wenn diese Kappung so käme.

00:09:21: Du meintest wir haben ja verschiedene Agrarstrukturen also muss es aber auch Befürworter geben.

00:09:27: Also es muss ja Leute geben die sagen das ist eine super Idee den großen das wegzunehmen den kleinen zu geben.

00:09:34: was genau sind die Argumente dafür?

00:09:36: Dafür dann diese Diskussion der Gerechtigkeit.

00:09:41: Weil bei manchen herrscht eben der Gedanke vor, oh es kriegt eine Person dieses viele Geld und man möchte die kleinen Betriebe ja vor den großen Betrieben etwas schützen vielleicht dazu noch das.

00:09:56: Kleine Betriebe werden ja teilweise jetzt auch schon besser gestellt.

00:10:00: Also es gibt eine Förderung für die ersten Ektare, die wird auch aus dem großen Budget genommen so dass dort eine Zusatzförderung bis zur Durchschnittsgröße mehr oder weniger erfolgt und kleine Betrieben sind teilweise auch von Auflagen die die EU vorgibt auch ausgenommen.

00:10:20: also da haben sie auf der Ebene natürlich auch schon einen gewissen Vorteil.

00:10:24: Ich hatte ja bereits gesagt gehabt, dass wir aktuell uns Stimmen einholen von den Bundestagsabgeordneten.

00:10:32: Und ich hätte hier einmal einen Ausschnitt von Frau Dr.

00:10:36: Kersten und würde gerne von dir wissen, Oli was genau meint sie damit?

00:10:40: Gerade die ostdeutschen Betriebe würden davon sehr negativ beeinflusst werden.

00:10:45: Es ist so das auch große Betriebel sehr gut Ökosystemleistungen bringen können.

00:10:49: Ich glaube, in Brandenburg sind die Öko-Regelungen neun Prozent über dem Bund durchschnitt auch angewandt worden.

00:10:54: Das ist also für mich eigentlich ein Ziel, dass wir das wieder so gut ausgestalten.

00:10:58: Ja, die Ökoregeln, das sind freiwillige Leistung, die die Betriebe erbringen können im Sinne des Umwelt und Klimaschutzes und die werden vergütet.

00:11:09: Und wenn das Budget was die EU für die Landwirtschaft zur Verfügung gestellt, gekürzt wird.

00:11:19: Dann stehen diese Maßnahmen, diese freiwilligen Maßnahmen natürlich unter Vorbehalt könnten also nicht mehr angeboten werden.

00:11:27: Weil sie

00:11:28: sich leisten können.

00:11:29: Weil es nicht mehr finanziert wird und dann würde das ausbedeuten.

00:11:35: Wobei natürlich auch diese Grundzahlungen an bestimmte Umweltauflagen gebunden sind, die riechig nicht einfach so.

00:11:42: Sondern auch da muss ich bestimmte Bewirtschaftungsauflagen wie zum Beispiel Fruchtwechsel oder ähnliches muss sich erfüllen oder Erosionsschutz für den Boden.

00:11:52: Da gibt es Vorschriften, die an diese Zahlung gekoppelt sind.

00:11:55: also das ist nicht einfach So-Geld sondern da muss man auch was viel

00:12:00: tun.".

00:12:01: Du meintest die gemeinsame Agrarpolitik Den Länder vom Vergleich gerade weiß ich leider nicht mehr, aber es ist überall gleich in Europa.

00:12:15: Wenn Geld fehlt stelle ich mir das auch unfair schwer für die Webbewerbsfähigkeit innerhalb der EU.

00:12:21: Wir wissen ja dass diese Preise ein großes Thema sind, generell die Getreidepreise.

00:12:30: Das wurde dann also die Folgen der Kappung... Wären dann ja noch gravierender für die Betriebe?

00:12:37: Also der grobe Rahmen, den die EU vorgibt ist überall gleich.

00:12:42: Das ist richtig.

00:12:43: aber die Mitgliedsstaaten haben natürlich noch bestimmte Hebel an denen sie steuern können.

00:12:48: also Sie können die gab auch ein bisschen unterschiedlich gestalten.

00:12:52: und was jetzt zum Beispiel Energiesteuern angeht diesen Preis dort es sind ja die Steuern Ja, ein großer Anteil.

00:13:02: Da sind die Mitgliedstaaten weitgehend frei wie sie das gestalten.

00:13:06: Also da ist schon nationaler Gestaltungsspielraum gegeben und wenn der dann voll ausgeschöpft wird... ...und dann kommt noch zu ungünstiger Landwirtschaft ganz allgemein.

00:13:20: Und dann kommen noch Kappung und Digression dazu denn hat's die Landwirtschaft eben wenn sie dann betroffen ist von Kappung und Digressionen, extrem schwer.

00:13:31: Und es gibt eben Mitgliedstaaten die aufgrund der Betriebsstrukturen eben kaum betroffen sind und da haben die Betriebe dann natürlich entsprechend Vorteile.

00:13:44: Okay das nicht schön?

00:13:47: Ist überhaupt nicht schön weil ich sage mal als Brandburger und Vertreter der Brandburger Betriege sehen wir natürlich schon wirklich mit Sorge diese ungleiche Behandlung, die so eine Kappung und Regression mit sich bringt.

00:14:01: Also vielleicht auch noch einmal zur Klarstellung gegen Förderung der ersten Ektare ist nicht etwas einzuwenden bei.

00:14:10: kleine Betriebe haben im gewissen Umfang Kostennachteile bei der Bewirtschaftung aber die rechtfertigen nicht in eine Kappe und Regression.

00:14:23: Dass da vielleicht ein bisschen Willkür auch dahinter steckt, sieht man bei den vorangegangenen Diskussionen.

00:14:29: Die Diskussion um Kappung und Diggression ist ja nicht neu weil da wären mal drei Hunderttausend Euro aufgerufen als Grenze mal hunderteusend euro Mal eine Digression, also eine Kürzung ab sechzigtausend.

00:14:43: Jetzt zum Beispiel ab zwanzigtausende Euro mal dann ne Kürzung um fünfundzwanzig Prozent mal um zehn Prozent.

00:14:51: Also da sieht man dass das relativ willkürlich ist und nicht wirklich mit Vor- oder Nachteilen der Betriebe etwas zu tun hat.

00:14:59: Mit unserem Podcast erreichen wir viele Landwirtinnen und Landwirte und viele Menschen aus der Agrarbranche.

00:15:04: Sie möchten ihr Unternehmen, ihre Produkte oder Dienstleistungen hier im Podcast vorstellen?

00:15:08: Dann wären sie Werbepartnern der Dienstberatung!

00:15:11: Dann komme ich vielleicht schon ein bisschen vorweg gegriffen.

00:15:14: aber wie positioniert sich denn der Landesbauernverband dazu?

00:15:17: Oder vielleicht sogar wie positionieren sich der Deutsche Bauernverbanter zu?

00:15:22: Wir als Landesbauernverband lehnen Kapunk und Digression ganz klar ab, weil es eben für die hiesigen Betriebe, für die Landwirtschaft im ländlichen Raum eine enorme Benachteiligung ist.

00:15:36: Und auch der Deutsche Bauernverand, wo ja die Landesbauanverbände mit integriert sind die auch die Landwirtschaft insgesamt vertreten, den Kapunk und Regressionen entschieden ab.

00:15:48: Und ich hoffe dass die Politik da auch noch einschwenkt und diesen Kurs dann eben auch übernimmt und mitträgt.

00:15:57: erste Bewegung auf EU-Ebene bei dem Parlamentarier sind da ja erkennbar.

00:16:03: Da komme ich gleich zur nächsten Frage wer entscheidet am Ende darüber ob das eingeführt wird oder nicht?

00:16:10: Das wird in den sogenannten Trilogverhandlungen dann entschieden, wo die EU-Kommission des Parlaments und der EU-Rat zusammensitzen.

00:16:22: Ich denke mal das wird ein harter Kampf werden.

00:16:26: insgesamt.

00:16:27: deswegen müssen wir so viel Überzeugungsarbeit Argumente zusammentragen und die auch an die Politik ranbringen.

00:16:35: Und letztlich, ich glaube wenn Deutschland sagt Kappung geht mit uns nicht und man findet einen anderen Weg vielleicht kleinere Betriebe ein bisschen besser zu stellen so wie was jetzt mit den Erstdenktaren haben dann müsste das eigentlich funktionieren.

00:16:53: Aber das heißt also, dass bei der Kapundikression kann es aber nachher nicht heißen, dass Deutschland davon nicht betroffen ist?

00:16:59: Sondern nur Polen, Spanien was auch immer.

00:17:03: oder weil du gerade meintest... Für Deutschland geht das nicht.

00:17:07: Deutschland müsste quasi ein Veto einlegen und es gibt ja noch andere Mitgliedstaaten, die Kappung und Regressionen entschieden ablehnen.

00:17:15: Deutschland hat sich da noch nicht eindeutig positioniert.

00:17:18: aber zum Beispiel Polen, andere osteuropäische Staaten haben sich da schon positioniert Start im Prinzip ab.

00:17:30: Und da hoffen wir, dass Deutschland eben auch noch mit einschwenkt und das auch macht.

00:17:34: Vielleicht gibt es auch so eine fakultative Lösung optional, dass der Mitgliedstaat das dann selber entscheiden kann.

00:17:42: wenn er zum Beispiel die ersten Ektare fördert, dann kann er auf Kapung und Regison verzichten.

00:17:48: So ist die Regelung jetzt ja und davon hat Deutschland ja auch Gebrauch gemacht.

00:17:53: Wie schätzt du da die Chance ein?

00:17:55: oder ich sag mal Ja doch, wie schätzt du die Chance ein?

00:17:59: Dass Dekressionen und Kappung tatsächlich eingeführt werden.

00:18:02: Also bist du eher so...ich denk schon dass das kommen wird oder...?

00:18:07: Der Wille auf EU-Ebene wenn ich den die Kommission sehe der ist eindeutig da.

00:18:15: wir haben auch viele Gespräche mit denen geführt relativ wenig Bewegung erst mal festgestellt und stehen die Verhandlungen natürlich auch noch am Anfang.

00:18:28: Wichtig ist, dass Deutschland als großes Mitglied in der EU da Klarposition bezieht und das ablehnt weil es würde wirklich den ganzen Ostdeutschen Raum in die ganze Agrarstruktur in den fünf Bundesländern massiv treffen.

00:18:48: Das wissen ja die meisten gar nicht, dass selbst wir als Landesbohrenverband sogar in Brüssel zu Besuch sind oder waren besser gesagt.

00:18:56: Das war jetzt Anfang des Jahres zweimal unter unserem Altkopf-Beschäftsführer noch.

00:19:02: Wir

00:19:02: waren zwei Mal da bei verschiedenen Gelegenheiten auch letztes Jahr schon im November, als sie Vorschläge relativ... Blickweh, da war der gesamte Vorstand des Landesbau- und Verbrenz.

00:19:15: Da hat dort mit Vertretern aus Parlament aber auch von einer Kommission und von einer Generaldirektion also der Verwaltungsbehörde im Prinzip besprochen haben da im Prinzip für unsere Positionen um Verständnis geworben.

00:19:32: Für die Belange der Betriebe haben das skizziert, wie notwendig die Zahlungen einfach auch sind für das Überleben der Betrieb und dass es für diese Vorschläge der Kapung und Regression keine echte Berechtigung gibt.

00:19:49: aus ökonomischer wirtschaftlicher Betrachtungsweise

00:19:56: Ja, schwieriges Thema.

00:19:59: Weil eben wirklich unheimlich viel dran hängt für den ländlichen Raum und die Betriebe.

00:20:04: Deswegen ist das auch so ein sehr heikles Thema, weil man kann nicht einfach eine ganze Region... ...ne ganze Betrieber aufs Abstellgleis schienen und sagen, ihr habt keine Berechtigung hier zu wirtschaften.

00:20:19: Wie gesagt, was sind das für Investitionen?

00:20:21: Was sind es für Arbeitsplätze?

00:20:23: Generell für die Webbewerbsfähigkeit, die ja sowieso in Deutschland immer ein Thema ist.

00:20:26: Schon ist schon verrückt aber was können denn die?

00:20:29: Also können die Betriebe überhaupt irgendwas tun und uns unterstützen dabei.

00:20:34: also wie könnte jetzt im Betrieb?

00:20:37: Ja

00:20:38: natürlich jeder betrieb kann erst mal selber gucken ist er betroffen?

00:20:42: ist er davon nicht betroffen?

00:20:45: Wenn er nicht betroffen ist sollte er sich auf keinen fall in Sicherheit wiegen.

00:20:49: das muss man auch ganz klar sagen weil ich hat ja angedeutet, die Grenzen sind immer sehr willkürlich.

00:20:55: Heute nicht betroffen übermorgen vielleicht betroffen.

00:20:59: also das kann durchaus passieren und ansonsten wünsche ich mir dass die Betriebe eben auch selber aktiv werden auf Abgeordnete zu gehen auf Bundesebene auf Landesebene Auf EU-Ebene Und natürlich dass wir als berufständische Vertretung durch unsere Mitglieder eben auch entsprechend gestürzt, gestärkt werden und auch die Mitglieder quasi die Leistung anerkennen.

00:21:31: Und Mitglied werden bei uns ganz klarer damit wir ihn eben noch besser, noch stärker auftreten können.

00:21:36: Das

00:21:36: ist wie er die Mitglieder-Werbung kann.

00:21:37: Fabian auch wunderbar gemacht.

00:21:40: Ja klar das muss sein weil hier sind ja ein Mitgliedsgetragener Verwandt.

00:21:45: Okay Ja, was könnte man noch sagen?

00:21:49: Ich glaube die Diskussion und Kappung könnten oder wird noch ein großes Thema sein.

00:21:55: Wie gesagt wir machen dazu gerade auch auf Instagram was falls ihr euch da mal Stimmen abholen wollt.

00:22:03: Vielleicht um im Bild zu bleiben.

00:22:04: Die Coup ist noch nicht vom Eis.

00:22:06: also es gibt noch die eine oder andere Gelegenheit dort aktiv zu werden und wir sind aktiv.

00:22:13: der Deutsche Bauernverband ist aktiv.

00:22:16: Auch das Land Brandenburg hat sich ja schon positioniert entsprechend und auch an die anderen ostdeutschen Bundesländer haben sich positioniert zusammen mit den Bauernwelten dort.

00:22:27: Und da geht es eben diese Position immer wieder vorzutragen, verbündete zu finden damit diese nicht gerechtfertigte Maßnahme, Kappung und Integration eben nicht kommt.

00:22:43: Das wäre dann ab achtundzwanzig!

00:22:45: Das wäre nach jetziger Planung ab achtundzwanzig, weil die Förderperiode, die jetzt läuft, endet dann siebenundzwantzig.

00:22:53: Und achtund zwanzig beginnt dann die neue Förder periode mit insgesamt auch neuen Regeln und neuen Budgets.

00:23:03: Das wär zu ausführlich über die Budgets zu sprechen aber du meintest ja selbst wenn du nicht betroffen bist als Firma solltest du dich nicht in Sicherheit wiegen.

00:23:13: Das heißt jetzt zu achtundzwanzig, dann wären sie erst mal in Sicherheit.

00:23:17: und dann?

00:23:17: Wie lange zählt diese die Förderperiode dann?

00:23:20: vier Jahre oder?

00:23:21: Die würde dann sieben Jahre ziehen.

00:23:24: aber man kennt es aus der Vergangenheit Politik ist wandelungsfähig und Es kann auch durchaus sein dass zwischendrin mal Änderungen kommen sogenannte Mithörm Reviews wo dann nicht grundsätzlich neue Regeln vielleicht verabschiedet werden oder angeregt werden, aber wo man schon an der einen oder anderen Schraube noch mal ein bisschen drehen kann.

00:23:54: Okay!

00:23:55: Ja oder die haben wir uns gar nicht weiter in die Länge ziehen?

00:23:57: Ich denke, wir haben gut darüber informiert...

00:24:00: ich hoffe es, dass das verständlich war auf jeden Fall und dass wirklich auch die Brisanz deutlich wurde.

00:24:09: Ja, also genau da soll ja auch dieser Podcast dran.

00:24:13: Wir wollen das versuchen zu erklären was wir machen weil meistens schreiben war nur darüber und ich denke es war doch mal gut erklärt?

00:24:23: Also ja, wirklich!

00:24:24: Es war sehr gut erklärt und ansonsten gebe ich dir gerne noch die letzten abschließenden Worte Und dann warst du schon.

00:24:34: Ja,

00:24:34: also ich hoffe einfach dass vielleicht auch der eine oder andere oder die eine oder anderen Politikerin das genauso hört wie die Bevölkerung, wie die Landwirtschaftsbetriebe und man vielleicht nochmal in sich geht und wirklich reflektiert was bedeutet Kapunkintegration für den ländlichen Raum viele Betriebe Und dann daraus wirklich die Schlüssel zieht, dass eine Benachteiligung von bestimmten Betriebsgrößen und Betriebstrukturen Genossenschaften, wo ja immer viele, viele Mitglieder viel Arbeitskräfte dranhängen einfach der falsche Weg ist.

00:25:14: Da würde ich vielleicht doch noch mal ne Frage stellen.

00:25:16: Ich höre ja immer ständig oder ich lese es immer auf Instagram und generell Social Media das man jetzt den.

00:25:24: also die großen Betriebe haben ja angeblich genug.

00:25:27: Also wir stellen uns dann, also es wird ein Trecker gekauft für dreihunderttausend Euro.

00:25:33: Davon haben die ja nicht nur einen sondern zehn weiß ich nicht.

00:25:37: Also nur in den Worten der Kommentar zu sagen so schlecht kannst du ihn ja nicht gehen?

00:25:43: Das mag erst mal auf dem ersten Blick so ausschauen wenn ich einen großen Schlepper sehe aber das ist einfach eine notwendige Investition um sag ich mal den Betrieb auch am Laufen zu halten.

00:25:54: ohne Schleppers kann ich keine Bodenbearbeitung machen, kann ich keinen Getreide aussehen.

00:26:00: Kann ich nicht ernten?

00:26:02: Kann ich keine Lebensmittel zur Verfügung stellen.

00:26:04: letztlich also insofern muss man immer unterscheiden was ist notwendig und was es nicht.

00:26:09: und viele Betriebe haben schon an der Ausgabenschraube in den letzten Jahren so gedreht dass da jede Umdrehung mehr sag ich mal das Ende bedeutet.

00:26:23: Und man muss ja auch sagen, dass bezahlt so ein Betrieb.

00:26:25: Auch so einen großen Betrieb bezeiten neuen Schlepper nicht aus Haportokasse.

00:26:29: Das ist schon immer eine Investition die sich überlegt werden muss.

00:26:34: Ist es notwendig?

00:26:35: Tut's der Alte noch und die auch nicht sag ich mal ohne Kredite funktioniert.

00:26:42: also da wären Darlehen aufgenommen die zurückgezahlt werden müssen und auch Die Zurückzahlung der Darlehn Gerät bei Kapund und Digression natürlich.

00:26:51: auch Das ist eine Kette, die nicht nur den ländlichen Raum und die Landwirtschaftsbetriebe betrifft.

00:26:58: Sondern auch das Bandenwesen, Agrarhändler sind betroffen

00:27:03: usw.,

00:27:04: natürlich letztlich sogar die Versorgungssicherheit weil wenn die Betriebe dann vielleicht nicht mehr bewirtschaften, denn stehen weniger Agrarprodukte zur Verfügung

00:27:17: Wir haben das vielleicht nochmal zu verdeutlichen, da wenn ich so ein Kredit aufnehme für einen Stall.

00:27:22: Da rechne ich ja vielleicht sogar mit den Zahlungen.

00:27:25: Die sind dann nächstes Jahr vorbei und die Investition war aber auf zehn Jahre, fünfzehn Jahre.

00:27:32: Das fehlt dann plötzlich?

00:27:35: Also da kommt man schon ins Schwimmen und die Banken müssten den Notfall zum Kredit hinten abschreiben mit den entsprechenden Verlusten auch.

00:27:43: Und die Wertschöpfung, die ja eigentlich geplant ist – mit diesem Stall, mit der Tierhaltung, mit dem Milch

00:27:51: z.B.,

00:27:52: die würde dann natürlich auch wegfallen, weil ich kann den Betrieb einfach nicht mehr am Laufen halten.

00:27:58: Okay, dann Oli vielen Dank!

00:28:01: Dass du da warst, als zweiter Gast.

00:28:03: Bitte gerne geschehen!

00:28:05: Ansonsten bleibt mir nur zu sagen... Ich würde mich sehr über ein Abo freuen auf YouTube, über einen FOLLOW auf Spotify und den anderen Kanälen sowie eine Bewertung.

00:28:15: Ich freue mich jetzt schon sehr auf die nächste Folge Und dann wünsche ich euch allen einen schönen Mittag, einen schöner Abend oder einen schöny Frühstück Bis bald.

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